Informationen des Niedersächsischen Kultusministeriums

Lernen zu Hause - Leitfaden für Eltern Schülerinnen und Schüler

 Leitfaden des Kultusministeriums (bitte anklicken)

Quelle: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/schrittweise-wiedereroffnung-der-schulen-notbetreuung-in-kitas-wird-ausgeweitet-187510.html, 17.04.2020, 15.25 Uhr 


Schrittweise Wiedereröffnung der Schulen – Notbetreuung in Kitas wird ausgeweitet

Focus
Nach Wochen der kompletten Schulschließung steht auf Grundlage des Bund-Länder-Beschlusses der vorsichtige Schritt zu einer stufenweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs an. Das Land Niedersachsen wird seine Schulen ab dem 27. April zunächst für Abschlussklassen wieder öffnen, um den Schülerinnen und Schülern ausreichend Zeit zur Vorbereitung zu geben. Das bedeutet, dass die Abitur- wie auch alle anderen Abschlussprüfungen nach jetzigem Stand unter Einhaltung der Hygienevorgaben des Robert-Koch-Instituts stattfinden. Ab dem 4. Mai sollen gestuft weitere Jahrgänge nach und nach in den Präsenzunterricht zurückkehren. Für alle Schülerinnen und Schüler, die noch nicht wieder in die Schulen zurückkehren, ist ab dem 22. April Home Learning vorgesehen. „Mit den jetzt getroffenen Entscheidungen wollen wir den Schulen und Kitas Planungssicherheit und einen Fahrplan für die kommenden Wochen und Monate geben. Bei den Schulöffnungen gehen wir vor nach dem Prinzip, erst die Klassen, die Prüfungen ablegen müssen, dann im nächsten Schritt die älteren Jahrgänge der einzelnen Schulformen, dann die jüngeren. Dies alles geschieht mit Blick auf die Entwicklung des Infektionsgeschehens. Der Schutz der Gesundheit muss an erster Stelle stehen“, so Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. 
Die Grundschüler der Klasse 4, die sich am Übergang zur weiterführenden Schule befinden, steigen nach den Abschluss- und Übergangsklassen am 4. Mai wieder in den Unterricht ein. Der weitere Fahrplan für Niedersachsen sieht vor, dass ab der 20. Kalenderwoche gestuft die weiteren Jahrgänge aller Schulformen folgen. Für die 12. Klassen startet der Unterricht somit am 11. Mai, die Jahrgänge 3, 9 und 10 folgen ab dem 18. Mai 2020. Auch die Abschlussklassen der berufsbildenden Schulen starten am 27. April 2020. 
Alle Jahrgänge, die noch nicht wieder in der Schule sind, sowie alle Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation zu Hause bleiben müssen, werden von ihren Lehrkräften für das „Lernen zu Hause“ mit Lernplänen und Aufgaben versorgt. Der Schwerpunkt beim Home Learning soll auf die Stärkung der Basiskompetenzen gelegt werden. „Uns ist bewusst, dass das Home Learning den regulären schulischen Unterricht nicht vollwertig und vollumfänglich ersetzen kann. Gleichwohl besteht weiter die Schulpflicht und wir setzen uns das Ziel, dass Schülerinnen und Schüler auch unter den derzeitigen Bedingungen ihre Kompetenzen festigen und erweitern können und dabei Nachteile für einzelne Lernende möglichst vermieden werden. Wir haben hier volles Vertrauen in die Kompetenz der niedersächsischen Lehrkräfte, die gerade in dieser schwierigen Zeit hervorragende Arbeit leisten“, fügt Tonne hinzu. Auf dem Niedersächsischen Bildungsserver wird derzeit das Angebot erweitert, um Schülerinnen und Schülern zusätzlich Selbstlernangebote, (digitale) Unterrichtseinheiten und -materialien, Links zu geeigneten (kostenfreien) Internetseiten und Online-Lernplattformen, Apps und ähnliches für alle Schulformen und Fächer bereitzustellen. Mit der Niedersächsischen Bildungscloud (NBC) wird ab Anfang Mai allen niedersächsischen Schulen ein kostenloses und barrierefreies Lernmanagement-System angeboten. 
Um den Infektionsschutz und die Hygiene- und Abstandsregeln besser einhalten zu können, soll es zur Wiedereröffnung ein angepasstes Hygienekonzept für die Schulen geben. Dieses bedarf der Umsetzung durch die Schulträger. Das Verfahren soll unverzüglich mit den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt werden. Das Niedersächsische Kultusministerium wird kurzfristig einen Musterhygieneplan für die Herausforderungen der Coronakrise zur Verfügung stellen.
Zusätzlich ist für die Zeit bis zu den Sommerferien ein umschichtiges Verfahren im Präsenzunterricht vorgesehen. Damit schaffen wir die Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler in kleineren Lerngruppen zu unterrichten und entlasten zugleich Schulen als auch Lehrkräfte. Darüber hinaus entlasten wir mit dieser Maßnahme auch die Schülerbeförderung. Für die Organisation eines umschichtigen Unterrichts werden alle Klassen und Lerngruppen, die sich bereits wieder in der Schule befinden, in je zwei Gruppen aufgeteilt. Für die Aufteilung des Unterrichts innerhalb einer Schulwoche gibt es verschiedene Möglichkeiten, darunter die Möglichkeiten eines täglichen oder wöchentlichen Wechsels. Die Schule wählt dafür ein Modell aus und erstellt einen entsprechenden Plan. 
Für die Kitas, Krippen und Horte gilt weiterhin bis zu den Sommerferien die Notbetreuung. Dafür werden die Betreuungskapazitäten ausgeweitet. Dabei soll auch sichergestellt werden, dass Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen die Notbetreuung nutzen können. Dem Bedarf nach einer Betreuung von Kindern soll dadurch nachgekommen werden, dass die Härtefallregelung gelockert wird. Wo eine anderweitige Betreuung sichergestellt werden kann, sollen Kinder bis zu den Sommerferien möglichst zu Hause betreut werden. Dies trifft zum Beispiel auf Familien zu, wo nur ein Elternteil arbeiten geht, Homeoffice geleistet werden kann oder eine andere Betreuung möglich ist. Für die Ausweitung der Notbetreuung werden wir Gespräche mit den kommunalen Spitzenverbänden führen. 
„In den kommenden Wochen starten wir nun in einen neuen Abschnitt. Es wird dafür nötig sein, Lernprozesse und -orte neu zu gestalten. Es wird Phasen des ‚Lernens zu Hause‘ und Phasen des Lernens in der Schule geben. Es gilt jetzt und weiterhin zusammenzuhalten, um die Herausforderungen der kommenden Wochen zu meistern. Ich bin der festen Überzeugung, dass uns das gemeinsam gelingt!“, so Kultusminister Tonne abschließend.

Quelle: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/schrittweise-wiedereroffnung-der-schulen-notbetreuung-in-kitas-wird-ausgeweitet-187510.html, 16.04.2020, 15.30 Uhr


Lernen zu Hause - eine Ideensammlung

Auf dem Niedersächsischen Bildungsserver NiBS finden Sie eine Liste, in der Materialien zum Lernen zu Hause zusammengestellt sind. Es handelt sich ausdrücklich um eine Ideensammlung, die noch in Bearbeitung ist.

https://nibis.de/lernen-zu-hause---eine-ideensammlung_13560 
(Link kopieren und einfügen)


Quelle: https://nibis.de/lernen-zu-hause---eine-ideensammlung_13560, 14.04.2020, 12.33 Uhr



Tipps für Eltern und Erziehungsberechtigte in der Corona-Krise

Die Corona-Krise stellt uns alle vor besondere Herausforderungen: Kontaktsperren, Schul- und Kitaschließungen sowie täglich neue Berichte über die Verbreitung des Virus verunsichern und verängstigen viele. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind davon betroffen. Ihre Eltern und Bezugspersonen sind in dieser außergewöhnlichen Situation besonders gefordert, Ängste zu nehmen und im Alltag ein Stück Normalität zu geben.
Ausführliche Tipps dafür von Schulpsychologen und einen Brief vom Kultusminister gibt es hier:  Elternbrief
Die wichtigsten Tipps in Kürze:
- Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe, zuzuhören und Fragen Ihres Kindes sachgerecht und kindgerecht zu beantworten.
- Erhalten Sie so viel Normalität, wie möglich. Besprechen Sie gemeinsam einen festen Tagesrhythmus.
- Bauen sie im Tagesplan feste schulische Einheiten mit ein, aber stellen Sie Ihre Erwartungen dabei ruhig etwas zurück.
- Kinder brauchen Bewegung – lassen Sie auch Indoorsport zu.
- Kinder und Jugendliche brauchen Kontakte zu Gleichaltrigen und anderen Bezugspersonen; ermuntern Sie sie, social media und Telefon zu nutzen.
- Investieren Sie selber auch Zeit und Energie in Ihr eigenes Wohlergehen und Ihre eigene Stabilität.

Quelle: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/covid_19_corona_informationen_fur_schulen_kitas_eltern_sowie_schuler_und_schulerinnen/tipps_fur_eltern_und_erziehungsberechtigte_in_der_corona_krise/tipps-fur-eltern-und-erziehungsberechtigte-in-der-corona-krise-186928.html, 14.04.2020, 13.00 Uhr


Fragen und Antworten zu Einrichtungsschließung und Notbetreuung für Schulen
Die Corona-Krise fordert uns alle, verantwortlich mit der Situation umzugehen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Die Situation wird viele Fragen aufwerfen, die nicht alle sofort umfänglich beantwortet werden können. Wir setzen und hoffen auf große Problemlösungskompetenz vor Ort in dieser Notlage. 
Zu den derzeit wichtigsten Fragestellungen finden Sie hier Orientierung. Diese Fragen werden regelmäßig ergänzt und aktualisiert. 
Es gilt:
- Der Unterricht fällt ersatzlos aus, ebenso der Betrieb von allen Kindertageseinrichtungen und erlaubnispflichtigen Kindertagespflegestellen.
- Die Kinder und Jugendlichen sollen zuhause sein.
- Eine Notbetreuung in kleinen Gruppen findet statt.

Gibt es auch in den Osterferien an den Schulen eine Notbetreuung?
Ja. Auch in den Osterferien (30.03.2020 – 14.04.2020) wird die Notbetreuung vorgehalten.

Für wen ist die Notbetreuung?
Die Notbetreuung dient dazu, Kinder aufzunehmen, deren Eltern in sog. kritischen Infrastrukturen und der Daseinsvorsorge tätig sind. Hierzu gehören insbesondere folgende Berufsgruppen:
- Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich,- Beschäftigte im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr,
- Beschäftigte im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und ver-gleichbare Bereiche,
- Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen,
- besondere Härtefälle (etwa drohende Kündigung oder erheblichen Verdienstausfall) gehören dazu.
Die Aufzählung ist nicht abschließend. 
Es sollen Kinder auch dann in die Notbetreuung aufgenommen werden können, wenn lediglich eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter zu den zentralen Berufsgruppen gehört.

Wieso werden die Schülerinnen und Schüler nicht mit Aufgaben versorgt, zum Beispiel digital?
Der Unterricht entfällt ersatzlos. Daher sind die Lehrkräfte nicht verpflichtet, den Schülerinnen und Schülern Materialen zur Verfügung zu stellen und Aufgaben zur Bearbeitung zu übermitteln. Aufgaben, die seitens der Schulen gestellt werden, haben freiwilligen Charakter und dürfen nicht in die Leistungsbewertung einfließen. Dass sich viele Lehrkräfte dessen unbenommen darum kümmern, dass ihre Schülerinnen und Schüler Aufgaben erhalten, um zu lernen und Wissen zu erwerben, ist mit Blick auf den allgemeinen Bildungsauftrag zu begrüßen und belegt die hohe Professionalität vieler niedersächsischer Lehrkräfte. Lernen ist erwünscht.

Welche Rahmenbedingungen gelten für tarifbeschäftigte Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Können tarifbeschäftigte Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeitsleistung aus Gründen, die im Risikobereich des Arbeitsgebers liegen, nicht erbringen, z.B. Schließung der Schulen, besteht der Anspruch auf Zahlung des Entgelts fort, § 615 BGB. In diesem Fall werden keine Minusstunden geltend gemacht, soweit die Arbeitskraft weiterhin angeboten wird.

Welche Personen gehören zu Risikogruppen und sollten deshalb grundsätzlich nicht mit außerunterrichtlichen Aufgaben innerhalb der Schulen betraut werden?
Insbesondere
o ältere Personen, insbesondere bei Vorliegen einer Immunschwäche
o Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
o des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung),
o der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis),
o Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
o Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
o Patienten mit einer Krebserkrankung.
o Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Finden Kammerprüfungen statt?
Die Kammerprüfungen werden von den Kammern (zuständigen Stellen) in eigener Verantwortung organisiert. Die derzeitige Lagebewertung führt von hier zur Empfehlung, Prüfungen zunächst bis zum 19.04. auszusetzen. Am Lernort Schule können Prüfungen nicht durchgeführt werden.

Findet eine Schülerbeförderung weiterhin statt?
Ja.

Dürfen in der Schule Dienstbesprechungen aller Lehrkräfte und Landesbediensteten stattfinden?
Grundsätzlich sollen möglichst wenige Aktivitäten an den Schulen stattfinden. Kontakte sollen auf das nötigste Maß reduziert werden, Home Office soll genutzt werden. Notwendige Absprachen sollen in kleinen Gruppen, zeitversetzt oder per Mail stattfinden. Zusammenkünfte vieler Menschen an einem Ort müssen vermieden werden. Schulen müssen vor Ort Lösungen finden.

An welchen Schulen findet Notbetreuung statt?
Grundsätzlich an jeder Schule, die die Kinder und Jugendlichen der 1. - 8. Klasse sonst besuchen. Informationen hierzu erteilt die Schulleitung oder der Schulträger vor Ort.

Dürfen Eltern die Schule betreten?
Grundsätzlich sollen möglichst wenige Aktivitäten an den Schulen stattfinden. Kontakte sollen auf das nötigste Maß reduziert werden. Es besteht kein Betretungsverbot, nur Unterrichtsverbot.

Wie verhalte ich mich als Erziehungsberechtigte*r meinem Arbeitgeber gegenüber, wenn ich meine Kinder zuhause betreuen muss (nicht zugehörig zu den Berufsgruppe und kein Härtefall)?
Diese Fragen können nur im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber geklärt werden. Wir brauchen das Verständnis und die Solidarität aller!

Gibt es ein Mittagessen?
Nein, die Notfallbetreuung sieht grundsätzlich kein Mittagessen vor.

Was passiert mit Schulen, über die das Gesundheitsamt eine Quarantäne verhängt?
Für sie besteht ein Betretungsverbot. Kinder dieser Einrichtung können an anderen Schulen betreut werden, sofern sie nicht unter häuslicher Absonderung oder Quarantäne stehen. Antworten im Einzelfall erteilt die Schulleitung.

Was darf an der Schule außer Betreuung stattfinden?
Grundsätzlich sollen möglichst wenige Aktivitäten an den Schulen stattfinden. Kontakte sollen auf das nötigste Maß reduziert werden. Home Office soll genutzt werden. Die Schulleitung entscheidet vor Ort.

Dürfen Unterrichtsmaterialien mit nach Hause genommen werden?
Der Unterricht findet nicht statt, lernen ist nicht verboten.

Dürfen Prüfungen durchgeführt und Noten erteilt werden?
Nein, beides sind unterrichtliche Aktivitäten, die verboten sind.

Wer beantwortet dienst- und personalrechtliche Fragestellungen von (Arbeitszeit, Sonderurlaub, Abordnungen, etc.)?
Nds. Landesschulbehörde zur Verfügung.

Quelle: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/basisinformationen_zu_covid_19_corona/fragen_und_antworten_zu_einrichtungsschliessung_und_notbetreuung_fur_schulen/fragen-und-antworten-zu-einrichtungsschliessung-und-notbetreuung-fur-schulen-186236.html, 31.03.2020, 12.40 Uhr